Aktuelle Nachrichten
PV-Magazin: Lies wirbt für Photovoltaik-Pflicht und Bürokratieabbau
Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat im Vorfeld des Energieministertreffens seine Forderung nach einer Photovoltaik-Pflicht auf allen neuen Dächern bekräftigt. Außerdem müssten bürokratische Hindernisse beispielsweise beim Mieterstrom abgebaut werden.
Am Mittwoch kommen in Berlin beim Energieministertreffen die zuständigen Ressortminister der Länder und des Bundes zusammen. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD), dessen Bundesland 2022 den Vorsitz des Treffens innehat, hat im Vorfeld angekündigt, weiterhin für den massiven Ausbau der Photovoltaik auf Hausdächern zu werben – beim Treffen selbst, aber auch beim anschließenden Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin.
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https://www.pv-magazine.de/2022/02/08/lies-wirbt-fuer-photovoltaik-pflicht-und-buerokratieabbau/
08.02.2022
PV-Magazin: EEG-Umlage soll schon zum 1. Juli abgeschafft werden
Nach Medienberichten hat sich die Ampel-Regierung auf ein Vorziehen geeinigt, um die Verbraucher bei den Strompreisen zu entlasten. Der BEE zeigt sich diskussionsoffen, fordert jedoch die Reduzierung weiterer Umlagen und Steuern.
SPD, Grüne und FDP haben sich nach einem Bericht des „Spiegels“ auf ein Vorziehen der Abschaffung der EEG-Umlage geeinigt. Ursprünglich war dies für den Jahresbeginn 2023 geplant, nun soll sie bereits zum 1. Juli 2022 fallen. Damit könnten Stromverbraucher monatlich um 1,1 Milliarden Euro entlastet werden. Die Kosten sollen nach dem Bericht dann aus den Überschüssen aus dem EEG-Konto sowie den Einnahmen aus dem nationalen CO2-Handel refinanziert werden, wie das Nachrichtenmagazin weiter berichtet. Bereits zu Jahresbeginn war die EEG-Umlage von 6,5 auf gut 3,7 Cent pro Kilowattstunde reduziert worden.
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https://www.pv-magazine.de/2022/02/04/eeg-umlage-soll-schon-zum-1-juli-abgeschafft-werden/
04.02.2022
PV-Magazin: EU-Kommission bleibt bei Taxonomie hart – Atomkraft und Gas werden nachhaltig
Brüssel stellt sich damit gegen die Forderungen aus einigen Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, und die Einschätzung von Experten. Letztere sprachen sich klar gegen eine Aufnahme der Atomkraft aus und Nachschärfungen für Gaskraftwerke in der EU-Taxonomie.
Die EU-Kommission ist ihrer Linie treu geblieben: Künftig gelten Atomenergie und Gaskraftwerke im Rahmen der Taxonomie als nachhaltig. Damit stellen sich die Politiker gegen die Einschätzung der eigenen Expertengruppe.
Dabei ist die Kommission nicht mal auf die Forderung ihrer Plattform für nachhaltige Finanzen eingegangen, Gaskraftwerke könnten durchaus in die Taxonomie aufgenommen werden – wenn sie einen Grenzwert von 100 Gramm CO2 pro Kilowattstunde einhalten. Dieser Grenzwert gilt für alle anderen Technologien. Das Gremium besteht aus Klimaexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen. Atomkraft hatten die Experten prinzipiell als nicht nachhaltig beschrieben. Die EU-Kommission hingegen lockerte nach unbestätigten Medienberichten sogar die Vorgaben für Gaskraftwerke im Vergleich zu ihrem ursprünglichen Entwurf – wohl vor allem auf Drängen Deutschlands.
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02.02.2022
PV-Magazin: BNEF erwartet erstmals mehr als 200 Gigawatt weltweiten Photovoltaik-Zubau und leicht sinkende Modulpreise 2022
Die Analysten prognostizieren zudem eine Verdopplung der Installation von kombinierten Photovoltaik-Speicher-Kraftwerken sowie eine deutliche Steigerung bei PPA-Abschlüssen für Photovoltaik-Anlagen in Europa. Insgesamt veröffentlichte BNEF seine zehn wichtigsten Vorhersagen für das aktuelle Jahr.
Der Photovoltaik-Zug nimmt immer mehr Fahrt auf.“ So sind 2021 weltweit Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 183 Gigawatt installiert worden – fast 40 Gigawatt mehr als 2020, wie die Analysten von Bloomberg New Energy Finance (NEF) veröffentlichten. Vor diesem Hintergrund haben sie ihre Prognose für den globalen Zubau in diesem Jahr nach oben angepasst. Im mittleren Szenario gehen die Analysten nun von 228 Gigawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung aus. Auf jeden Fall sollte erstmal die Marke von 200 Gigawatt Photovoltaik-Zubau in diesem Jahr durchbrochen werden.
Dabei wird vor allem China die Nachfrage treiben, wobei vor allem die Sektor Photovoltaik-Dachanlagen in den Fokus rücken. Bei privaten Dachanlagen werde ein Rekordzubau von 20 Gigawatt erreicht, wie BNEF erwartet. Größere Dachanlagen würden vor dem Hintergrund der steigenden Strompreise und Stromknappheit im Land immer profitabler und gefragter. Insgesamt rechnen die Analysten mit einem Photovoltaik-Zubau zwischen 81 und 92 Gigawatt in diesem Jahr in China.
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https://www.pv-magazine.de/2022/02/01/bnef-erwartet-erstmals-mehr-als-200-gigawatt-weltweiten-photovoltaik-zubau-und-leicht-sinkende-modulpreise-2022/
01.02.2022
PV-Magazin: EU-Staaten subventionieren fossile Brennstoffe mit mehr als 55 Milliarden Euro pro Jahr
Einer Analyse des europäischen Rechnungshofes zufolge unterstützen 15 Mitgliedstaaten fossile Brennstoffe finanziell stärker als die erneuerbaren Energien. Außerdem spiegeln demnach die derzeitigen Steuersätze nicht das Ausmaß der Verschmutzung durch die verschiedenen Energiequellen wider.
Eine Nachjustierung der Energiebesteuerung fordert der europäische Rechnungshof mit Blick auf die EU-Klimaziele. „Wir gelangen in unserer Analyse zu der Erkenntnis, dass die Steuersätze für Energiequellen nicht deren Treibhausgasemissionen entsprechen“, so die Behörde in ihrem online verfügbaren Papier „Energiebesteuerung, CO2-Bepreisung und Energiesubventionen“: „Wir weisen darauf hin, dass in den letzten Jahren der Preis für Energieprodukte nach den Auswirkungen von Steuern beziehungsweise Emissionszertifikaten nicht den Umweltkosten der Emissionen entsprochen hat.“ Mit seiner Analyse will der europäische Rechnungshof zur Diskussion über die Energiepreise und den Klimawandel beitragen, insbesondere zur bevorstehenden Debatte über die vorgeschlagene Überarbeitung der Energiebesteuerungsrichtlinie.
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01.02.2022
PV-Magazin: Lösung für KfW-Gebäudeförderung: Alle Anträge bis 24. Januar werden bewilligt
Der überraschende Stopp der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hatte vor wenigen Tagen für Unruhe unter Bauwilligen gesorgt. Jetzt haben sich die beteiligten Ministerien darauf geeinigt, dass alle bis zum Förderstopp am 24. Januar bei der KfW gestellten Anträge noch nach den alten Kriterien bearbeitet werden.
Erste Gerüchte gab es im politischen Berlin schon im Laufe des Vormittags, am Nachmittag äußerte sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) dann offiziell: Die Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz sowie für Finanzen haben sich darauf verständigt, dass alle förderfähigen Altanträge auf eine Förderung für energieeffiziente Gebäude (BEG), die bis zum 24. Januar 2022 eingegangen sind, genehmigt werden – trotz des vor wenigen Tagen verkündeten Förderstopps. Dabei soll es sich um etwa 24.000 Anträge handeln.
Am 24. Januar hatte eine Mitteilung von KfW und Bundeswirtschaftsministerium für Unruhe unter Bauwilligen und Unternehmen gesorgt, wonach die Bewilligung von Anträgen nach BEG-Förderung der KfW mit sofortiger Wirkung auf Eis gelegt wird. Betroffen waren die Effizienzhaus-55-Neubauförderung, die ohnehin zum Monatsende ausgelaufen wäre, sowie die Förderung für Sanierungen und die Neubauförderung für EH40-Neubauten.
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01.02.2022
PV-Magazin: DIW: Rekordpreise an der Strombörse bringen Photovoltaik- und Windkraft-Betreibern Mehrerlöse in Milliardenhöhe
Die Berliner Forscher haben verglichen, welche Mehrkosten das Modell der gleitenden Marktprämie den Stromverbrauchern im Vergleich zu Differenzverträgen verursacht – 2021 waren es insgesamt 1,7 Milliarden Euro. Sie sehen die Risiken im bestehenden System ungerecht verteilt.
Das Modell der gleitenden Marktprämie sieht vor, dass bei niedrigen Börsenpreisen fehlende Erlöse bis zu einem anlagenspezifischen Mindestpreis, dem so genannten anzulegenden Wert, aus dem EEG-Konto und damit von den Stromkunden und aus dem Staatshaushalt beglichen werden. Wenn die Börsenpreise den anzulegenden Wert überschreiten, wird keine Marktprämie ausgezahlt. Dafür können die Anlagenbetreiber den erzielten Erlös komplett behalten. In diesem Fall wird das EEG-Konto nicht belastet. Zahlen müssen die Stromverbraucher aber trotzdem: Wegen der hohen Großhandelspreise steigt ihre Rechnung.
- PV-Magazin: Italien führt eine elfmonatige rückwirkende Kürzung der Solarförderung für Photovoltaik-Anlagen größer 20 Kilowatt ein
- PV-Magazin: Netzbetreiber will Vergütung für Photovoltaik-Anlagen im Marktintegrationsmodell rückwirkend kürzen
- PV-Magazin: Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende veröffentlicht neue Broschüre zum Artenschutz in Solarparks
- PV-Magazin: Eon verschickt teilweise fehlerhafte Tarifinformationen
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- PV-Magazin: BSW-Solar veröffentlicht FAQ-Papier zu Solardach-Auktionen
- PV-Magazin: Deutsche Energie-Agentur dena veröffentlicht Abschlussbericht der Netzstudie III
- PV-Magazin: Lichtblick präsentiert Klimabilanz über die gesamte Energie-Lieferkette
- PV-Magazin: Bundesregierung stoppt Förderung für effiziente Gebäude der KfW
- PV-Magazin: Ampelkoalition diskutiert Abschaffung der EEG-Umlage noch 2022
- PV-Magazin: Neuer „Szenariorahmen Strom 2023 bis 2037“: Photovoltaik wird Energieträger mit höchster installierter Leistung in Deutschland
- PV-Magazin: Photovoltaik-Speicher-Förderung in Bayern kann bis 17. Januar beantragt werden
- PV-Magazin: Durchschnittlicher Zuschlagswert in zweiter Ausschreibung für Photovoltaik-Dachanlage mit 7,43 Cent pro Kilowattstunde deutlich höher
- PV-Magazin: Öko-Institut: Braunkohlekraftwerke wegen hoher CO2-Preise ab 2024 wirtschaftlich unter Druck
- PV-Magazin: Berlin startet „Solardachbörse“ für Angebote und Gesuche von Photovoltaik-Anlagen
- BSW Solar: Solarbranche benotet Ampel-Solarpläne mit „gut“
- PV-Magazin: EEG-Konto schließt 2021 mit mehr als 10,6 Milliarden Euro im Plus ab – Abschaffung der EEG-Umlage für 2023 bestätigt
- PV-Magazin: Reaktionen auf Habecks Ankündigungen: Dringlichkeit erkannt
- PV-Magazin: Offiziell: Jahresmarkwert Solar 2021 bei 7,552 Cent pro Kilowattstunde
- PV-Magazin: KfW startet Förderkredit „Nachhaltige Mobilität“ für Unternehmen und Kommunen