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PV-Magazin: Marktübersicht - Viele neue Batteriespeicher in 2022 und steigende Preise
Der deutsche Photovoltaik-Heimspeichermarkt verzeichnet auch in diesem Jahr einen deutlichen Nachfrageanstieg. Viele Hersteller können die Produktion nicht im gleichen Maße steigern, weil Komponenten fehlen. Umso wichtiger ist es, die ganze Bandbreite des Angebots auf der Suche nach geeigneten Systemen und ihren Alternativen zu kennen. In unserer Marktübersicht sind 497 Batteriekomplettsysteme, batterietaugliche Wechselrichter und Batteriespeichereinheiten gelistet, die sich für den Heimbereich und das Kleingewerbe eignen.
497 Batteriekomplettsysteme, batterietaugliche Wechselrichter und Batteriespeichereinheiten – in der aktualisierten pv magazine Marktübersicht Speicher für Heim und Kleingewerbe zeigt sich eine kaum überschaubare Vielfalt. Um sie überschaubarer zu machen, haben wir wie jedes Jahr viele Details abgefragt und einen Teil davon genauer unter die Lupe genommen. Natürlich haben wir vor allem dort hingeschaut, wo sich in den vergangenen zwölf Monaten viel getan hat. Unsere Datenbank deckt damit den größten Teil der in Deutschland verfügbaren Speicherprodukte dieses Segments ab und umfasst auch die der Marktführer. Wobei verfügbar nicht bedeutet, dass alle Systeme auch wirklich kurzfristig erhältlich sind. Dazu erfahren Sie noch mehr in unserer Maiausgabe.
Bei diesem großen Angebot kann man Deutschland getrost als einen Leitmarkt für Photovoltaik-Heimspeicher ansehen, der auch in Bezug auf Umsatz und Stückzahlen von Jahr zu Jahr Rekorde bricht.
114 Detailkategorien und 138 neue Geräte-Speicher-Kombinationen
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https://www.pv-magazine.de/2022/05/20/pv-magazine-marktuebersicht-fuer-photovoltaik-heimspeicher-aktualisiert-2/
20.05.2022
PV-Magazin: Bundeswirtschaftsministerium prüft Abschaffung der Einspeiseleistungsbegrenzung kleiner Photovoltaik-Anlagen
Auf Anfrage eines CDU-Bundestagsabgeordneten erklärte Staatssekretär Patrick Graichen, derzeit würden Gründe für den Fortbestand oder die Abschaffung der Regelung geprüft. Nach dem EEG 2021 muss die Wirkleistung bei der Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen bis 25 Kilowatt auf 70 Prozent beschränkt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Begrenzung der Einspeiseleistung auf 70 Prozent für kleine Photovoltaik-Anlagen fällt. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft gerade die Gründe.
Kleine Photovoltaik-Anlagen bis 25 Kilowatt – vor dem EEG 2021 bis 30 Kilowatt – unterliegen der Regelung, wonach am Verknüpfungspunkt mit dem Netz die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzt wird. Bei Betreibern sorgt diese Regelung immer wieder für Unmut und nun hat die Frage nach dem Sinn der Regelung auch das Bundeswirtschaftsministerium erreicht. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Moritz Oppelt hat bei der Bundesregierung nachgefragt, ob sie plane die Wirkleistungsbegrenzung bei Photovoltaik-Anlagen abzuschaffen oder zu reformieren
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https://www.pv-magazine.de/2022/05/20/bundeswirtschaftsministerium-prueft-abschaffung-der-wirkleistungsbegrenzung-kleiner-photovoltaik-anlagen/
20.05.2022
PV-Magazin: DIW hält Kohleausstieg bis 2030 auch ohne Erdgas aus Russland für machbar
Ein kurzfristiger Stopp der Gas- und Kohleimporte aus Russland gefährdet die Stromversorgung nicht, so die Forscher. Die AKWs können wie geplant Ende 2022 vom Netz gehen. Eine Bedingung dafür ist der Erneuerbaren-Ausbau wie ihn das Osterpaket der Bundesregierung vorsieht.
Wie lässt sich die Versorgungssicherheit in Deutschland gewährleisten, wenn die Importe von Erdgas und Kohle aus Russland gestoppt werden – ohne den Atomausstieg Ende dieses Jahres sowie den Kohleausstieg bis 2030 in Frage zu stellen? Das hat jetzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Szenariorechnungen untersucht, mit einer kurz- und einer mittelfristigen Perspektive.
Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass 2023 etwa 45 Prozent der Stromerzeugung aus Erdgas durch solche aus anderen Quellen ersetzt werden könnten. Das betrifft vor allem Anlagen, die nicht in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden. Am Atomausstieg könne aber festgehalten werden. In die Bresche springen vor allem die in Betrieb befindlichen Braun- und Steinkohlekraftwerke, die höher ausgelastet werden. Dazu kommt eine zusätzliche Erzeugung aus Steinkohlekraftwerken in der Netzreserve und Braunkohlekraftwerke in der Sicherheitsbereitschaft. Die Kohleimporte aus Russland ließen relativ einfach durch den Bezug von internationalen Märkten ersetzen.
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20.04.2022
Schrittweise zur sauberen Energie
Klimawandel, Energiewende, ökologischer Fußabdruck – alles Begriffe, die uns auch im Zusammenhang mit Stromerzeugung und dessen Nutzung begegnen. Zum Umweltschutz wird die Dekarbonisierung mithilfe von erneuerbaren Energien weltweit vorangetrieben. Windparks sprießen empor und immer mehr Photovoltaikanlagen wandeln das Sonnenlicht in saubere Energie. Allein in Deutschland verzeichnet die Bundesnetzagentur weit über 2 Millionen PV-Anlagen. Doch Besitzer von Solaranlagen stecken oft in einer Zwickmühle: In den Mittagsstunden, wenn ihre Photovoltaikanlage den meisten Strom produziert, sind die Hausbewohner meist nicht anwesend. Demgegenüber benötigen sie am Abend mehr Strom, gerade dann, wenn die Solarmodule keinen Ertrag mehr bringen. Letztlich nutzen PV-Eigentümer nur einen geringen Anteil ihrer selbst erzeugten Energie und speisen den überschüssigen Strom gegen eine spärliche Vergütung ins öffentliche Netz ein. So ist es schwer vorstellbar, dass dieses solare Engagement zur gewünschten Unabhängigkeit von den Netzbetreibern und den hohen Strompreisen führt...
Deutsche Forscher knacken Weltrekord: Diese Solarzellen sind am effizientesten
Deutschland kann einen neuen Solar-Rekord feiern: Ein deutsches Forschungsteam hat eine Tandem-Solarzelle entwickelt, die einen Wirkungsgrad von 24 Prozent erreicht – das ist der höchste Wirkungsgrad, der bislang durch die Kombination von organischen und Perowskit-basierten Absorbern erzielt werden konnte.
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EFahrer: Dank Temperaturunterschied: Solarmodule können auch nachts Strom produzieren
Wissenschaftlern haben Solarzellen entwickelt, die sogar nachts Strom erzeugen. Allerdings funktioniert das anders als bei herkömmlichen PV-Zellen. Dabei spielt der Temperaturunterschied eine große Rolle.
Einem Forscher-Team der US-amerikanischen Stanford Universität ist es gelungen, Solarzellen so zu verändern, dass Strom auch dann fließt, wenn keine Sonne scheint. Ganz im Gegenteil, sie funktionieren quasi im Dunkeln, berichtet der US-Technik-Blog interestingengineering.com.
Eine klare Nacht bietet dabei die besten Möglichkeiten, um im Dunkeln Strom mittels PV-Zellen zu generieren. „Tagsüber kommt ein Licht von der Sonne und trifft auf die Solarzelle, aber während der Nacht passiert so etwas wie das Gegenteil“, sagt Sid Assawaworrarit vom Forscher-Team.
Eine klare Nacht bedeutet, dass Infrarotlicht von der Oberfläche von Solarmodulen ungehindert in den Weltraum zurückstrahlen kann. „Es geht tatsächlich Licht aus vom Solarpaneel, und wir nutzen das, um nachts Strom zu erzeugen. Die Photonen, die in den Nachthimmel hinausgehen, kühlen die Solarzelle ab“, erklärt der Wissenschaftler.
Temperaturunterschied sorgt für Stromerzeugung
Wenn diese Photonen die nach oben gerichtete Oberfläche des Solarmoduls verlassen, tragen sie Wärme mit sich. In der Praxis bedeutet das, in einer klaren Nacht ohne Wolken, die das Infrarotlicht zurück zur Erde reflektieren würden, ist die Oberfläche eines Solarmoduls ein paar Grad kühler ist als die Luft um es herum. Just diesen Temperaturunterschied machen sich die Forscher zunutze, um Strom zu produzieren.
Dieser Energiefluss ermöglicht es einer speziellen Apparatur, das Assaworrarit und seine Kollegen entwickelt haben, mit einem handelsüblichen Solarmodul eine kleine Menge Strom aus dem geringen Temperaturunterschied zwischen der Umgebungsluft und der Oberfläche des Solarpaneels zu erzeugen. Das Modul muss dazu allerdings mit einem thermoelektrischen Generator ausgestattet sein. Dieser ist dafür zuständig, die Wärme, die von der wärmeren Luft zum kühleren Solarmodul fließt, aufzufangen und in Strom umwandeln.
Energieausbeute ist vergleichsweise gering
In einer klaren Nacht erzeugt die auf dem Dach von Stanford getestete Apparatur etwa fünfzig mW pro Quadratmeter. „Die theoretische Grenze liegt wahrscheinlich bei etwa ein bis zwei Watt pro Quadratmeter“, sagt Assaworrarit. „Das ist keine große Zahl, aber es gibt viele Anwendungen, bei denen diese Art von Nachtenergie nützlich wäre. Wenn Sie bis zu einem Watt pro Quadratmeter erreichen können, wäre das aus Kostensicht sehr attraktiv“, so der Wissenschaftler weiter. Zum Vergleich: Ein normales Solarmodul kann etwa 200 Watt pro Quadratmeter erzeugen.
Das System kann also auch bei großen Fortschritten künftig keinen Hausspeicher ersetzen, um auch in der Nacht Strom vom eignen Dach nutzen zu können. Dafür ist die Leistung einfach zu gering. Aber diese Art der Stromerzeugung, die auch als Strahlungskühlung bezeichnet wird, könnte den Bedarf an kostspieligen Batterien bei einigen Anwendungen trotzdem zumindest verringern.
Beispielsweise haben aktuell etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu Stromnetz. Tagsüber können sie zwar Sonnenstrom über Solarzellen nutzen, aber nachts können sie nicht viel tun, außer auf Batteriespeicher zurückzugreifen, so der Forscher. Im Gegensatz zu Batterien, die sich beim Gebrauch immer mehr verschlechtern, handelt es sich bei den in diesen Solarmodulen verwendeten thermoelektrischen Generatoren um Festkörpergeneratoren, die eine fast unendliche Lebensdauer haben“, sagt er. Das könnte die Nutzung und den Verschleiß von Batterien wenigstens etwas abfedern, hofft er.
15.04.2022
PV-Magazin: EEG-Osterpaket vom Kabinett verabschiedet
Mit der Novelle sollen unter anderem die Ausbaupfade für Photovoltaik und andere Erneuerbare angepasst werden. Es ist eine Erhöhung der Solarförderung für Volleinspeiser vorgesehen und ein Aussetzen der Degression bis Anfang 2024. Bei den Innovationsausschreibungen soll für die kombinierten Speicherprojekte künftig die gleitende Marktprämie gezahlt werden, nicht mehr wie bislang eine fixe Marktprämie.
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch das sogenannte EEG-Osterpaket aus dem Wirtschaftsministerium verabschiedet. Darin enthalten sind zahllose Maßnahmen, die für einen schnelleren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft in Deutschland sorgen sollen. Demnach ist etwa die Bereitstellung neuer Flächen für Photovoltaik geplant sowie eine Beteiligung der Kommunen auch an bereits bestehenden Solar- und Windparks. Zudem will die Regierung die Planungs- und Genehmigungsverfahren verschlanken und auch den Netzausbau vorantreiben. Ferner wird künftig der Vorrang von Erneuerbaren im EEG festgeschrieben, idem der Grundsatz gilt, dass die Nutzung erneuerbarer Energien im überragenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient.
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https://www.pv-magazine.de/2022/04/06/eeg-osterpaket-vom-kabinett-verabschiedet/
06.04.2022
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