Aktuelle Nachrichten
PV-Magazin: AEE: Atomkraft weder notwendig noch rentabel
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges gibt es wieder Forderungen nach einer Laufzeitverlängerung für die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland – aber es geht ohne. Das ist laut Agentur für erneuerbare Energien das Ergebnis einer Metaanalyse, in der die AEE Szenarien für ein erneuerbares Energiesystem nach dem Atomausstieg ausgewertet hat. Im Rahmen der ausgewerteten Studien besteht laut AEE ein klarer Konsens darüber, dass Klimaschutz und Versorgungsicherheit nicht mit Atomkraft sichergestellt werden können.
Planmäßig ist 2022 das Jahr des deutschen Atomausstiegs. Der Ukraine-Krieg hat jedoch wieder Diskussionen um das Laufzeitende für die drei letzten deutschen Atomkraftwerke hervorgerufen. Der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zufolge ist Atomkraft allerdings im zukünftigen Energiesystem weder notwendig noch rentabel. Basis für diese Aussage ist die Metaanalyse „Ein erneuerbares Energiesystem für Deutschland ohne Atomkraft – Studienvergleich zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2045“, in der die AEE einen Szenarienvergleich für die Jahre 2030 und 2045 durchgeführt hat. Basis sind die meistdiskutierten Studien der aktuellen Energiewende-Debatte, die ein breites politisches und inhaltliches Spektrum abdecken, etwa die „Klimapfade 2.0“ des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), die Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) und die Langfristszenarien des deutschen Wirtschaftsministeriums (BMWK).
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30.06.2022
EFahrer: Steuer für nackte Dächer: Der Solarzwang durch die Hintertür
Bislang gibt es keine landesweite Solarpflicht für private Wohnhäuser – auch wenn SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag zumindest ihre Ambitionen dafür festgehalten haben. Nun bringt ein Solarthermie-Experte eine Alternative ins Gespräch.
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PV-Magazin: Koalitionsvertrag in Nordrhein-Westfalen mit viel Potenzial für mehr Photovoltaik
Die neue schwarz-grüne Landesregierung will ab 2023 eine Solarpflicht für alle neuen öffentlichen Liegenschaften einführen und ein Jahr später auch für gewerbliche Neubauten und ab 2025 für private Neubauten. Für Photovoltaik-Anlagen soll es eine umfassende Entbürokratisierung geben – von der Anmeldung bis zur Steuerpflicht. Zudem soll das Volumen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf benachteiligten Gebieten schrittweise auf 300 Megawatt erhöht werden und generell der Bau auf mehr Flächen ermöglicht werden. Bereits ab 2023 soll eine Solarpflicht für alle neuen öffentlihen Liegenschaften greifen.
CDU und Grüne haben sich in Nordrhein-Westfalen auf einen Koalitionsvertrag verständigt. Am Wochenende müssen die Fraktionen darüber noch final abstimmen, die Inhalte liegen jedoch bereits vor. Für die Photovoltaik sind einige konkrete Maßnahmen in dem Papier enthalten. So versprechen die Koalitionäre: „Wir sollen die Stromerzeugung aus Photovoltaik kräftig ausbauen. Dazu werden wir Verfahren effizienter gestalten, Anreize für den Ausbau setzen und zusätzliche Flächen verfügbar machen.“ Jedes geeignete Dach sollte möglich für die Photovoltaik-Erzeugung genutzt werden.
Umfassende Solarpflicht
Konkret haben sich CDU und Grüne auf die Einführung einer „umfassenden Solarpflicht“ verständigt. So sollen ab dem 1. Januar 2023 alle neuen öffentlichen Liegenschaften mit einer Solaranlage ausgestattet werden und alle geeigneten Dachflächen möglichst bis Ende 2025 nachgerüstet werden. Ab 1. Juli 2024 soll die Solarpflicht auch im Fall von umfassenden Dachsanierungen im Bestand der kommunalen Liegenschaften greifen. Zuvor – zum Jahresbeginn 2024 planen die Koalitionäre zudem eine Solarpflicht für alle gewerblichen Neubauten und ab 2025 für private Neubauten. Ab 2026 ist die Solarpflicht dann auch bei Dachsanierungen von Bestandgebäuden vorgesehen.
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24.06.2022
PV-Magazin: EnWG soll Netzanschlussprozedere für Photovoltaik-Anlagen digitalisieren
Die Verteilnetzbetreiber sollen nach dem neuen Gesetz verpflichtet werden, eine gemeinsame Internetplattform einzurichten und zu betreiben. Dies könnte die Inbetriebnahme von Photovoltaik-Dachanlagen deutlich vereinfachen und beschleunigen.
Aktuell ist immer wieder zu hören, dass viele Photovoltaik-Anlagen fertiggestellt sind, die aber nicht ans Netz angeschlossen werden können. Bei Photovoltaik-Anlagen ab 135 Kilowatt liegt das oftmals am fehlenden Anlagenzertifikat, wo die gestiegenen Anforderungen an die Betreiber und gleichzeitig limitierten Kapazitäten bei Zertifizierern zu einem Rückstau geführt haben (siehe Artikel im pv magazine Deutschland, März 2022). Doch auch bei Photovoltaik-Dachanlagen läuft nicht alles reibungslos. Die Bürokratie und unterschiedlichen Anforderungen der Verteilnetzbetreiber strapazieren hier die Nerven von Betreibern und Installateuren. Die Zusage für einen Netzanschluss dauern von wenigen Minuten bis zu acht Wochen, wie Patrick Bagusch von Installion kürzlich in einem Interview mit pv magazine erklärte.
Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) könnte sich letzteres künftig ändern. Sie wurde am Freitag in zweiter und dritter Lesung im Bundestag diskutiert und verabschiedet.
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24.06.2022
PV-Magzin: Zwei bis drei Jahre für eine Photovoltaik-Projektentwicklung
Genehmigungen und Planungsverfahren für große Photovoltaik-Anlagen gelten als einer der Flaschenhälse für die Energiewende. Bis 2027 Verfahren müssen trotzdem Verfahren über 75 Gigawatt eingeleitet worden sein. Wir protokollieren in Vorbereitung der pv magazine Roundtables 2022 die Sicht eines Projektentwicklers.
Ein Besitzer größerer Ländereien und ein Projektentwickler wollen bis zu 100 Megawatt Photovoltaik errichten. Eigentlich ist alles da: die politische Absicht zum Ausbau der Solarenergie, das Land, die Wirtschaftlichkeit. Trotzdem, unter Projektentwicklern herrscht Einigkeit, dass die Planungsprozesse unnötig aufwendig, zeitraubend und langwierig sind, was die schnelle Energiewende gefährdet. Um die Diskussion darüber zu ermöglichen, protokollieren wir die Sicht des Projektentwicklers im vorliegenden Fall.
Genehmigungsfragen sind sensibel. So auch in diesem Fall geplanter großer Freiflächenanlagen in Schleswig-Holstein. Die Beteiligten haben ein großes Interesse an öffentlicher Diskussion über die Rahmenbedingungen, bleiben aber gerne selber im Hintergrund. Daher haben wir uns zur Anonymisierung entschlossen.
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https://www.pv-magazine.de/2022/06/25/zwei-bis-drei-jahre-fuer-eine-photovoltaik-projektentwicklung/
25.06.2022
PV-Magazin: EnBW übernimmt Pipeline von Procon Solar mit 400 Megawatt für förderfreie Photovoltaik-Anlagen
Die Solarparks sollen ab Ende nächsten Jahres im Süden Brandenburgs gebaut werden. Zudem sicherte sich EnBW die Option auf weitere 400 Megawatt an Photovoltaik-Projekte von Procon Solar in der Lausitz, die aber zunächst noch weiterentwickelt werden sollen. Im Zuge der Übernahme gehen auch neun Mitarbeiter zur EnBW über und bilden die neue Niederlassung in Cottbus.
EnBW und Procon Solar blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück, die nun auf die nächste Stufe gehoben werden soll. 2019 waren sie Vorreiter des mittlerweile stark wachsenden Markts für förderfreie Photovoltaik-Kraftwerke in Deutschland. Procon Solar hatte den Solarpark in Weesow-Willmersdorf vorentwickelt, den EnBW übernahm und mit 187 Megawatt als bislang größten Solarpark außerhalb der EEG-Förderung bis Frühjahr 2021 ans Netz brachte. Dies war eine „Art Katalysator“ für dieses Segment, wie Harald Schmoch, Bereichsleiter Erneuerbare Energien bei EnBW, im Gespräch mit pv magazine sagt. Nun übernimmt der süddeutsche Energiekonzern mehrere Projekte mit insgesamt etwa 400 Megawatt von Procon Solar. Sie befinden sich im Süden Brandenburgs und haben eine geplante Leistung zwischen 50 und 150 Megawatt. Der Übergang wird zum 1. Juli erfolgen.
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https://www.pv-magazine.de/2022/06/23/enbw-uebernimmt-pipeline-von-procon-solar-mit-400-megawatt-fuer-foerderfreie-photovoltaik-anlagen/
23.06.2022
PV-Magazin: Studie: Schnellladesäulen profitabler als langsame AC-Säulen
Hängen Elektroautos wirklich nur solange wie nötig an Ladesäulen? Forschende analysierten Metadaten von über 22.000 Ladesäulen in Deutschland und zogen so Schlüssen zum Ladeverhalten und zur Auslastung der Ladeinfrastruktur.
An AC-Ladepunkten wird mehr geparkt als geladen. So lautet ein Vorurteil über das Laden von Elektroautos, dass häufiger in den Raum gestellt wird. Doch stimmt das überhaupt? Dieser Frage ist ein Team der RWTH Aachen, der Jülich-Aachen Research Alliance und des Helmholtz Instituts Münster nachgegangen.
Dafür erhoben die Forschenden Daten zum Energiefluss an den Ladesäulen, Ankunftszeiten, Auslastung, Gewinne der Betreiber und werteten diese aus. Der Datensatz umfasst Statistiken zu 27.800 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland und gibt Aufschluss über einige Annahmen zum Laden, die bis dato ohne empirische Grundlage gemacht wurden.
Bei ihrer Untersuchung zum Ladeverhalten unterschieden die Autoren der Studie zwischen urbanen, suburbanen, gewerblich geprägten und unbewohnten Gegenenden. Zudem wurde bei der Analyse auch zwischen Schnellladesäulen und einfachen Ladepunkten unterschieden.
Der Wert der Ergebnisse liege darin, das Ladeverhalten zu quantifizieren und so einige Annahmen, die bislang nur anekdotisch hergeleitet wurden, zu überprüfen. Als Beispiel nennen die Forschenden die Annahme, dass öffentliche AC-Ladepunkte oftmals nur zum Parken genutzt werden, sich die getankte Strommenge dabei aber in Grenzen hält.
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23.06.2022
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- PV-Magazin: Bundesregierung beschließt Gesetzesentwurf für Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Vermietern und Mietern
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- PV-Magazin: G7 bekennen sich erstmals zum Kohleausstieg
- SolarServer: Photovoltaik-Module: Ende des Preisanstiegs nicht in Sicht
- PV-Magazin: Bundesnetzagentur leitet Aufsichtsverfahren gegen Voxenergie und Primastrom ein
- PV-Magazin: Marktübersicht - Viele neue Batteriespeicher in 2022 und steigende Preise
- PV-Magazin: Bundeswirtschaftsministerium prüft Abschaffung der Einspeiseleistungsbegrenzung kleiner Photovoltaik-Anlagen
- PV-Magazin: DIW hält Kohleausstieg bis 2030 auch ohne Erdgas aus Russland für machbar
- Schrittweise zur sauberen Energie
- Deutsche Forscher knacken Weltrekord: Diese Solarzellen sind am effizientesten
- EFahrer: Dank Temperaturunterschied: Solarmodule können auch nachts Strom produzieren
- PV-Magazin: EEG-Osterpaket vom Kabinett verabschiedet
- PV-Magazin: Solarförderung in Österreich kann endlich starten – Budget auf 240 Millionen Euro vervierfacht
- PV-Magazin-Kurzumfrage: Lieferengpässe bremsen Zubau bei Photovoltaik und Batteriespeichern
- PV-Magazin: 500.000 Photovoltaik-Heimspeicher mittlerweile in Deutschland installiert
- RND: Kraftwerk auf dem Balkon: Was Sie zur Solaranlage mit Stecker wissen sollten
- Planungsabteilung
- PV-Magazin: Bundesregierung bei Photovoltaik-Überdachung von Autobahnen, Kanälen und Bahntrassen (noch) skeptisch