Der Energiekonzern RWE AG hat sich mit dem Bundeswirtschaftsministerium und dem nordrhein-westfälischen Landeswirtschaftsministerium darauf verständigt, den BraunkoDafür sollen die Kraftwerksblöcke Neurath D und E bis zum 31. März 2024 am Netz bleiben und damit 15 Monate länger als im Kohleverstromungsbeendigungsgesetz vorgesehen.
Mit dem Vorziehen des Kohleausstiegs werde die benötigte Kohlemenge aus dem Tagebau Garzweiler etwa halbiert, teilte der Konzern mit. Dadurch könne der dritte Umsiedlungsabschnitt entfallen, so dass die Ortschaften Keyenberg (Foto), Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath inklusive der drei Holzweiler Höfe (Eggeratherhof, Roitzerhof, Weyerhof) erhalten bleiben. Die Kohle unter der früheren Siedlung Lützerath werde hingegen benötigt.
RWE hat zudem angekündigt, sein Ausbauziel von einem Gigawatt erneuerbare Energien in NRW weiter aufzustocken. Die Anlagen sollen schwerpunktmäßig auf ehemaligen Tagebauflächen entstehen. Zudem kündigt das Unternehmen den Aufbau von drei Gigawatt Erzeugungskapazität in mit Wasserstoff betriebenen Gaskraftwerken an.
Der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE) begrüßt die »schnellere Energiewende im wichtigen Kohlerevier«, sieht aber auch Risiken: »Wichtig für Akzeptanz und breite Beteiligung bei der Energiewende ist die Akteursvielfalt. Deshalb müssen für alle Akteure die Bedingungen für erneuerbare Energien mit schnelleren Genehmigungen, weniger bürokratischen Hemmnissen und geeigneten Flächen verbessert werden,« warnt BEE-Präsidentin Simone Peter.
Quelle:
06.10.2022