Die Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien nutzen Abfälle aus der Produktion noch nicht ausreichend, findet ein Forschungskonsortium. Es will bis 2026 Verfahren entwickeln, um das zu verbessern
Die Abfälle fallen bei der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien vor allem in Form von beschichteten Folien an, heißt es in der Pressemitteilung des Öko-Instituts. Bisher gebe es noch kein Konzept, um diese „adäquat“ zu nutzen. Gemeint ist: Bei der Aufbereitung des Abfalls zur Rückgewinnung von Kobalt, Nickel und Kupfer gehen bisher wichtige Materialen wie Lithium und Graphit verloren. Das Projekt „Lösungsbasierte Liberalisierung und Reintegration funktionaler Batteriematerialen aus Produktionsausschüssen der Zellfertigung“, kurz Liberation soll helfen, auch Lithium und Graphit zu recyceln.
Dabei sollen lösungsmittelbasierte Verfahren für das direkte Recycling entwickelt werden. Das Verfahren soll die Aktivmaterialien, die in den Abfällen in reiner und hoher Qualität vorliegen, von den Batteriefolien lösen. Dabei bleibe ihre Partikelform erhalten. Anschließend können Graphit und Lithium-Metall-Oxide wieder aufbereitet werden und stehen im bestmöglichen Fall erneut der Batterieherstellung zur Verfügung. Wenn dies gelingt, entfalle die energieintensive Produktion des Aktivmaterials aus den Rohstoffen.
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13.07.2023