Ende Juli endet das Förderprojekt für die Normung der Steckersolar-Geräte. Der Entwurf hat die erste Kommentarphase durchlaufen. Doch bis daraus eine fertige Norm wird, dürfte es mindestens bis zum kommenden Sommer dauern
Steckersolar-Geräte sind unkompliziert und können auch sicher sein – sie sind es aber nicht immer. So weit haben sich Netzbetreiber, Normungsorganisationen, Politik und Solarfachleute mittlerweile geeinigt. Doch was unterscheidet nun ein sicheres von einem unsicheren Produkt? Das soll die Produktnorm Steckersolar-Geräte klären. Seit August 2020 diskutieren die Mitglieder der Normungsgruppe diese Fragestellung in allen Details.
Ende 2022 legte die Arbeitsgruppe den ersten Entwurf zur öffentlichen Stellungnahme vor. Auf diesen Entwurf gingen mehr als 200 Rückmeldungen mit 750 inhaltlichen Kommentaren ein, Stellungnahmen öffentlicher Stellen nicht mitgezählt. Nun werden die Rückmeldungen diskutiert. Viel Zeit für die inhaltliche Debatte bleibt dabei im Förderprojekt nicht, denn dieses endet am 31. Juli.
DKE-Sondersitzung zur Steckersolar-Norm
Wie es dann genau weitergeht, soll eine Kommission des Normungsgremiums DKE in einer Sondersitzung Anfang September entscheiden. Klar ist: der offizielle Weg bis zu einer Norm ist sehr langwierig. Für Einspruchs- und Diskussionsphase gibt es Mindestfristen, jede Uneinigkeit verzögert den Prozess weiter. Wenn alles sehr gut laufe, könnte noch im Winter 2023 die öffentliche Einspruchsberatung starten, heißt es von Seiten des VDE DKE. Die Finalisierung der Vornorm wäre dann Anfang 2024 möglich, und im Sommer könnte die Produktnorm veröffentlicht werden. Bis erste Anbieter ihre Geräte auf Basis der Norm zertifizieren lassen, wird es dann nochmal eine Weile dauern. Mit den ersten zertifizierten Produkten könnten im besten Fall auch Diskussionen um die sichere Installation von Steckersolargeräten in Mietwohnungen befriedet werden.
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13.07.2023