Die Zwei-Megawatt-Anlage in der Steiermark stammt von Next2Sun. Zwischen den Modulreihen baut ein Landwirt Kürbisse an. Dafür stehen 90 Prozent der Fläche zur Verfügung.
Zu den vielen kulinarischen Schätzen, die die Steiermark im Südosten Österreichs hervorbringt, gehört das Kürbiskernöl. Unzählige Landwirte bauen auf ihren Feldern Ölkürbisse an, aus deren Kernen dann im Herbst die sämige, dunkelgrün schillernde Flüssigkeit mit dem intensiv nussigen Geschmack gepresst werden.
Dass aus den Kürbisfeldern noch mehr zu holen ist als Öl, zeigt nun der Landwirt Josef Gründl: Auf einem Feld in Gabersdorf bei Graz hat er eine Zwei-Megawatt-Anlage mit vertikal aufgeständerten bifazialen Modulen errichten lassen. Sie nehmen nur ein Prozent der Fläche ein. Auf 90 Prozent kann Gründl Kürbisse kultivieren. „Das ist mein bester Acker, den kann ich nicht einfach zubauen“, sagt Gründl. Die verbleibenden zehn Prozent der Fläche lassen sich für ökologische Aufwertungsmaßnahmen verwenden. Die Photovoltaik-Anlage selbst belegt nur ein Prozent des Ackers. Die Technologie stammt vom deutschen Hersteller Next2Sun.
Gründl hat das Projekt zusammen mit dem örtlichen Elektromeister Peter Gsell selbst entwickelt. Auch der Betrieb der Anlage liegt in den Händen der beiden Steirer. Mit einer Förderung aus dem Ökofonds des Landes Steiermark wird das Projekt drei Jahre lang wissenschaftlich begleitet, um die Synergien von vertikaler Photovoltaik und landwirtschaftlicher Produktion zu erforschen und zu dokumentieren.
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https://www.pv-magazine.de/2023/07/04/erste-vertikale-agri-photovoltaik-anlage-oesterreichs-geht-in-betrieb/
04.07.2023