Mit einer Prämie für Wind- und Solarstrom könnte der gemeinsame Verbrauch von Energie initiiert werden. Das zeigt eine Analyse im Auftrag des Bündnis' Bürgerenergie und Green Planet Energy
Das Bündnis Bürgerenergie schlägt gemeinsam mit Green Planet Energy ein gesetzliches Modell zur Förderung für den gemeinsamen Energieverbrauch vor. Es geht dabei um das sogenannte Energy Sharing. Zu diesem Zweck haben Beide das Analyseinstitut Energy Brainpool mit einer Studie beauftragt. Diese schlägt eine Prämie in Höhe von 2,8 Cent pro Kilowattstunde für Windenergieanlagen und 4,9 Cent für Solaranlagen vor. Die Förderung diene dazu, energiewirtschaftliche Aufwände ausgleichen. Sie soll zugleich Verbraucher:innen aktivieren, an Energy-Sharing-Gemeinschaften zu partizipieren. Die Untersuchung liefere erstmals eine umfassende Datengrundlage für die Ausgestaltung einer solchen Prämie.
„Die gemeinschaftliche Nutzung von Strom aus Wind und Sonne zum vergünstigten Preis entlastet nicht nur die Haushalte und fördert mehr Investitionen in Erneuerbare, sondern schafft darüber hinaus auch einen Anreiz, den Verbrauch an das Stromangebot der eigenen Anlagen anzupassen“, sagt Ariane August, Referentin für Energiepolitik bei Green Planet Energy. „Das hätte verschiedene positive Effekte, allen voran die Entlastung der Netze.”
Energy Sharing ermöglicht günstige Stromtarife
Malte Zieher, geschäftsführender Vorstand beim Bündnis Bürgerenergie, ergänzt zum Modell für gemeinsamen Energieverbrauch: „Um die Klimaziele zu erreichen und den Zubau von erneuerbaren Energien zu beschleunigen, müssen sich mehr Menschen daran beteiligen können.“ Außerdem sollen sie finanziell davon profitieren, so Zieher: „Dafür ist Energy Sharing ein gutes Instrument, das nicht zuletzt durch günstigere Stromtarife die Akzeptanz für die Energiewende erhöhen wird.”
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https://www.solarserver.de/2023/07/04/buendnis-buergerenergie-modell-fuer-gemeinsamen-energieverbrauch/
04.07.2023