In einem Eckpunktepapier haben sich die Ministerien unter anderem auf eine EEG-Förderung von Agri-Photovoltaik-Anlagen auf nahezu allen Ackerflächen verständigt. Auch sollen künftig Anlagen auf landwirtschaftlich genutzten Moorflächen möglich sein. Der Bundesverband Solarwirtschaft hält die Vorschläge für unzureichend.
Die allesamt von den Grünen geführten Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Umwelt (BMUV) und Landwirtschaft (BMEL) wollen deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen ermöglichen. Einem Eckpunktepapier der Ministerien zufolge soll es künftig grundsätzlich möglich sein, für Agri-Photovoltaik-Anlagen auf nahezu allen Ackerflächen eine EEG-Förderung in Anspruch zu nehmen. Zudem wollen die Minister die Flächenkulisse der benachteiligten Gebiete erweitern und landwirtschaftlich genutzte Moorböden als neue Flächenkategorie ins EEG aufnehmen, wie es am Donnerstag hieß. Umgesetzt werden soll all dies im Rahmen der EEG-Novelle, die das BMWK mit seinem Osterpaket vorlegen will.
„Wir rechnen damit, dass auf landwirtschaftlichen Flächen bis zu 200 Gigawatt zusätzliche Photovoltaik-Leistung installiert werden kann“, erklärt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Das bringe den Klimaschutz voran und behalte gleichzeitig die Belange der Landwirtschaft und des Naturschutzes im Auge.
10.02.2022