Vorreiter profitieren überproportional

Die Bedeutung der erneuerbaren Energien für die regionale Wirtschaft in den Bundesländern hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen betont. "Die Bundesländer ziehen selbst den größten Nutzen aus einer engagierten regionalen Politik zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Damit sind positive Beschäftigungseffekte, wirtschaftliches Wachstum und kommunale Wertschöpfung in Milliardenhöhe verbunden. Die Vorreiter unter den Bundesländern profitieren überproportional von den insgesamt 340.000 Arbeitsplätzen der Branche in Deutschland", sagte Röttgen in einer Rede zur Verleihung des "Leitsterns 2010", der Auszeichnung im diesjährigen Bundesländervergleich der Agentur für erneuerbare Energien.

Die wissenschaftliche Grundlage für die heutige Preisverleihung ist eine aktuelle Studie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Im Auftrag und in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien haben die Institute dieses Jahr zum zweiten Mal nach 2008 eine Untersuchung vorgelegt, welche die Länder systematisch anhand von 55 verschiedenen Erfolgsfaktoren vergleicht und besonders engagierte Länder identifiziert. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die Bundesländer Brandenburg (Gesamtsieger), Thüringen (Kategorie Aufsteiger) und Bayern (Bürgerengagement für erneuerbare Energien). Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2008 konnte Brandenburg seinen 1. Platz als Gesamtsieger behaupten, während die "Leitsterne" in den anderen beiden Kategorien erstmalig verliehen wurden.

Bundesweit deckten erneuerbare Energien im Jahr 2009 rund 16 Prozent des Stromverbrauches. Die Bundesregierung hat beschlossen, ihren Anteil bis zum Jahr 2020 auf 35 Prozent und bis zum Jahr 2030 auf 50 Prozent zu steigern. Im Jahr 2050 sollen 80 Prozent erreicht werden. Bundesländern und Kommunen kommt eine besonders wichtige Rolle zu, weil diese Ziele vor Ort umgesetzt werden müssen, da erneuerbare Energien überwiegend dezentral genutzt werden.


Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Pressemitteilung Nr. 186/10 www.bmu.de